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 - Frankreich -

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Henry Cradle

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Anzahl der Beiträge : 140

BeitragThema: Re: - Frankreich -   27/3/2016, 20:38

Das schien wohl das Ende zu sein, ein erbärmliches wie Henry grade fand. So wollte er doch für William weiter leben. Der Muskelberg setzte zum Tritt an, wollte es wirklich durch ziehen. So schluckte der blond Haarige kurz, ehe der angesetzte Tritt von dem Herren unterbrochen wurden, welcher vor wenigen Sekunden noch in die Mülltonnen geknallt war. Von der einen Sekunde auf die nächste Sekunde zeigte sich die geballte Seele des Hexenmeisters, weshalb es Henry kurz eiskalt den Rücken runter lief. Doch er fing sich schnell, hatte er doch schon ähnliche Seelen in seinem Leben gesehen. Doch nicht nur das, auch unterbrach er den Angriff des Unsterblichen durch ein lautes "Halt", ehe der Hexenmeister den braun Haarigen in einen Sarg sperrte. Hu?.. murmelte er leise, leicht verwundert über den plötzlich auftauchenden Sarg. Doch warte.. war das nicht der Hexenmeister Tarnatos, der hier eben in die Mülltonnen knallte und den Meister nun rettete. Aus den Akten hatte er schon von ihm gelesen, aber doch noch nie wirklich kennengelernt, oder? Der Unsterbliche war nun im Sarg eingeschlossen und kam auch nicht heraus, alles was man hörte waren stumme Schläge, die nur vom Muskelberg kommen konnten.
Erleichtert atmete Henry durch, so entkam er einem weiteren Angriff, da ihm die Momentane Verletzung schon völlig reichte. Langsam, ohne dabei den Kopf großartig zu bewegen, drehte er sich langsam nach links - versuchte die Rückenschmerzen zu ignorieren - und stütze sich mit dem linken Arm vom Boden ab, um langsam aufzuheben. Dabei hörte er dem Hexenmeister aufmerksam zu, während er sich zu der Gassenwand schleppte und sich etwas dagegen lehnte. Seine Zeit schien wohl noch nicht gekommen zu sein, wie der Hexenmeister erklärte. So wurde ihm doch gewährt weiter zu Leben und dies erleichterte ihn doch sehr. Dann muss ich euch beiden wohl meinen Dank aussprechen sprach er wieder lächelnd zum Hexenmeister. Tarnatos, richtig? hake er noch einmal bei dem Silber Haarigen nach, doch eigentlich konnte er sich ja auf sein Gedächtnis verlassen.

Doch hu? Der Hexenmeister verschwand und ließ Henry wieder allein zurück. Für einen kurzen moment war er somit in Sicherheit, aber nun? Er konnte kaum allein laufen und bis zu seinem Hotel war es auch noch ein Stück. Seufzend lehnte er sich weiter gegen die kalte Mauer und blickte dabei in den Nachthimmel. Doch nun nährten sich zwei Personen, zwei Seelen, der der blond Haarige ganz gut kannte. Akane. Clay. Was macht ihr denn hier? fragte er die beiden Partner, die grade in die Seitengasse abbogen. Dich holen natürlich antwortete Akane ihm trocken, während Clay ihn langsam stützend hochhob. Anordnung vom Shinigami. Wirkte nicht sehr begeistert von dir fügte er noch dem Satz seines Meisters hinzu und musterte, wie dieser, kurz den Sarg. Doch bevor er fragen konnte, kam ihm der Death Scythe Meister zuvor. Ein Hexenmeister hat den Kerl eingesperrt, der mich angegriffen hat erklärte er knapp und schaute dann zu Akane. Dieser nickte leicht und meinte kurz Dann lass uns lieber schnell gehen. Mit diesen Worten verschwanden die drei und machten sich auf den Weg zurück zur Shibusen.

Tbc: Shibusen, Krankenzimmer.
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   7/5/2016, 23:01

Isegrim reichte es endgültig. Wer auch immer geglaubt hatte, er könnte den Unsterblichen in einem albernen Sarg einschließen, würde gleich sein blaues Wunder erleben. Er ließ seine Hände, welche vorher energisch gegen das Holz trommelten, an die Seiten sinken und schloss die Lider. Nicht um etwa aufzugeben oder nachzulassen, nein, er würde das Gefängnis einfach in den nächsten Momenten zerschmettern. Die Seele des Braunhaarigen pulsierte leicht, ehe sie sich vergrößerte, dem Besitzer des Körpers Energie zuführte und über dessen Kopf schließlich hinauswuchs - und das alles nicht grundlos. Der Koloss war im Begriff, seine Clanfähigkeit einzusetzen. Er spürte, wie sich die schweren Krallen durch seine Fingerkuppen gruben, förmlich wie erblühende Knospen herausplatzten. An den Zehen genauso. Die Arme wurden von der Kraft durchflossen und zogen sich rapide in die Länge. Seine Muskeln und die eigene Körpergröße wuchsen an, die Kleidung - dank der Verzauberung seiner ehemaligen Hexenbekanntschaft - mit. Kurzes, drahtiges Fall begann, den Leib des Mannes zu überziehen, während dessen Schnauze sich in die Länge zog, die Zähne größer wurden und sich verfärbten. Auch der typische Schweif dieser Form bildete sich heraus. Kurzum, Isegrim verwandelte sich in einen Werwolf. Nicht nur, weil er dann mehr Kraft besaß, nein, er wollte den Sarg gleich sprengen. Durch die dazugewonnene Größe und Breite, wurde er praktisch im hölzernen Gefängnis eingequetscht. Doch es war klar, wer von beiden früher nachgeben würde. So knarzte und stöhnte der Sarg unter der gewaltigen Einwirkung, ehe er mit einem lauten Krachen aufbrach und sich die Bretter überall klappernd in der Gasse verteilten. Der Staub in der engen Passage wurde ebenso aufgewirbelt und lagerte sich auf dem ohnmächtigen Mann ab. Dieser hatte sich im Übrigen noch nicht geregt - scheinbar hatte Isegrim beim Niederschlagen saubere Arbeit geleistet. Der Werwolf kniff die hellen, eisblauen Augen zusammen, während er sich nach seinen beiden Angreifer umsah. Er öffnete das Maul leicht, sodass sein heißer Atem sichtbar in der Luft wurde und sein Speichel zu Boden tropfte. Wo waren die zwei Kerle hin? Seine Ohren legten sich flach an den massigen Kopf an. Er traute der Situation überhaupt nicht. Die Gerüche lagen weiterhin in der Luft, allerdings verblichen sie langsam. Nach kurzer Zeit ließ die Anspannung im Körper des Monstrums nach. Offenbar waren die Feiglinge abgehauen. Grimmig zog er die Lefzen zurück, um bedrohlich zu knurren. Seine Pranken zitterten vor Wut. Erst sperrten sie ihn ein und dann flohen sie einfach. Verdammte...! Vor der dunklen Gasse blieb der laute Knall nicht unbemerkt, doch es schien, als wollten die Passanten einfach nichts gehört haben. Sie beschleunigten ihren Schritt und bahnten sich ihren Weg hektisch die Straße hinab. Scheinbar befürchteten sie eine äußerst unschöne Außeinandersetzung von irgendwelchen Kleinkriminellen und wollten ja nichts damit zu tun haben. Nachher würde man selbst noch zum Opfer werden!
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   8/5/2016, 22:00

„Falls sie ihren morbiden Angreifer suchen, der ist schon lange fort und ich befürchte die halbe Portion hat die Gelegenheit ebenfalls genutzt um zu fliehen“ Theodora saß, nachdem sie sich aus ihrer Liebellenform zurückverwandelt hatte, an der Dachkante eines nahestehenden Gebäudes und beugte sich leicht nach vorn um den Unsterblichen zu betrachten. Ihr typisches schwarzes Kleid reichte ihr bis an die Knöchel, an welchen ihre hochhakigen metallischen Schuhe glänzten. Ihre Haare trug sie heute wieder einmal schwarz, lang und offen, da sie zuvor einige Probleme mit ihrer, bzw. Cynthias Europatournee klären musste und deswegen selbstverständlich ihr magisches Auge versteckt hielt. Der Hexenmeister hatte Theodora durch sein tollpatschiges Verhalten auf sich aufmerksam gemacht und die Hexe dazu verleitet ihn aus sicherer Entfernung zu beobachten. Sie war desweiteren bester Laune, da sie das enorme Glück hatte tatsächlich ein klein wenig seiner magischen Fähigkeiten zu sehen, was weitaus mehr war als sie sich ursprünglich erhofft hatte. Sie hatte sich jedoch bereits eingestehen müssen, dass dieser Zauber ihr äußerst gefährlich werden könnte, da es ihr nur mit größten Mühen gelänge aus einem solchen Sarg lebend wieder heraus zu kommen. Passend fand sie jedoch einen Unsterblichen darin einzusperren, schließlich fiele ihr selbst auch kein besserer Gag dazu ein. Sie musterte ihr Gegenüber und ließ sich den Abscheu den sie empfand jedoch in keinster Weise anmerken. Na spitze. Heute unterhalte ich mich schon mit sabbernden männlichen Kreaturen und trauriger Weise, scheint er auch nicht viel schlimmer zu sein als der eingebildete Schattenmagier, die seelenstehlende Grinsekatze und der neunmalkluge Bursche , welche ich in letzter Zeit getroffen habe. Ich hatte ja keine Ahnung, dass du ständig an die drei denken musst, obwohl du es ja so unsagbar schlimm fandst ihnen zu begegnen. Ich hätte eher gedacht…  Wen interessiert es was du denkst? Konzentrier dich lieber auf das hässliche Kuscheltier was noch  unter uns lauert. Theodora drückte sich mit ihren behandschuhten Armen aus ihren gemütlichen Sitz hoch in einen flüchtigen Handstand und ließ sich mit einem angefügten Vorwärtssalto in eine der dunkelsten Ecken der Gasse fallen. Mit einem kurzen metallischen Klingen landete sie mit ihrer gewohnt leichtfüßigen Eleganz einige Meter vom Werwolf entfernt. „Zu einem vom beiden könnte ich Ihnen vielleicht die ein oder andere Information geben, dass heißt selbstverständlich nur, falls es sich lohnt mit Ihnen Geschäfte zu machen“. Ihr Blick fiel kurz auf den bewusstlosen Mann und zurück zu ihren Gesprächspartner. Ich glaube kaum, dass er diesen Wink verstanden hat, im Gegenteil. Ich wäre überrascht falls er nicht direkt versuchen würde dich über den Haufen zu rennen. Und wenn schon, solange Mabaa es nicht schon wieder geschafftt hat eines ihrer Augen zu verlieren, wird er wohl kaum ein Gegner für mich sein.
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   9/5/2016, 17:16

Bevor der frisch verwandelte Werwolf seinem Zorn irgendwie Luft machen konnte, richtete sich seine Aufmerksamkeit auf eine Stimme, die ganz plötzlich von oben herab erklang. Der wuchtige Schädel ruckte zu der Gestalt einer fremden Frau, die scheinbar gerade gesprochen hatte. Sie saß an der Dachkante eines nahen Gebäudes und erläuterte dem schaurigen Monstrum am Boden, dass die beiden Angreifer sich, wie Isegrim es bereits annahm, aus dem Staub gemacht hatten. Der Unsterbliche reagierte zuerst überhaupt nicht auf die Unbekannte, starrte sie unbewegt an und schwieg. Nur das schwere Atmen, das sich fast schon wie ein heiseres Röcheln anhörte, war von seiner Seite aus vernehmbar. Der Koloss wusste um seine angsteinflößende Ausstrahlung in seiner momentanen Form und so erstaunte es ihn leicht, dass die Frau einfach vom Dach- und somit in sichere Reichweite für ihn sprang. Sie landete ein paar Meter weit vom Werwolf entfernt, sodass sich bei diesem die spitzen Ohren aufmerksam aufstellten. Wahrscheinlich hätte er sie im Normalfall attackieren wollen, aus mehreren Gründen, die noch einmal von seiner Impulsivität begünstigt wurden - doch er tat es nicht. Sein Gegenüber war ganz offenbar nicht normal. Sie sprang von einem hohen Gebäude, als wäre es ein alltäglicher Prozess. Isegrim schloss für sich auch aus, dass die Fremde zur Shibusen gehörte. Sie hatte offenbar das gesamte Geschehen beobachtet - und in diesem Falle wäre sie dazu verpflichtet gewesen, dem anderen Mitglied zu helfen, was sie nicht tat. Stattdessen agierte sie die ganze Zeit über als stiller Zuschauer und machte sich erst jetzt bemerkbar. Sie reagierte nicht überrascht auf Isegrims Dasein als Werwolf und die damit verbundene Unsterblichkeit, obwohl es sich bei Unsterblichen um seltene Lebensformen handelte. Der Mann konnte zwar noch nicht genau bestimmen, um was es sich bei seiner Gesprächspartnerin handelte, allerdings beschlich ihn eine Ahnung. Wahrscheinlich hätte er sie trotzdem weiterhin angreifen wollen, obwohl er eine Vorsicht entwickelt hatte, neigte er doch zu vorschnellen Handlungen, würde sie nicht so ein starkes Desinteresse an dem ohnmächtigen Kerl und somit Isegrims Straftat verspüren und dem Werwolf ein Geschäft anbieten. Der Große leitete sich daher ab, dass sie wohl mit neutralen- und keinesfalls kämpferischen Absichten auf den Plan getreten war. Der Blick der hellblauen, fast schon leuchtenden, Augen des Monstrums lag fest auf der Gestalt der Fremden, ehe der Riese langsam das Maul öffnete und die äußerst robusten, gefährlichen Zähne entblößte, um zu antworten: "Mir sind diese Feiglinge vollkommen egal. Ich habe Besseres zu tun, als mich mit solchen Jammerlappen zu beschäftigen."
Die Stimme des Werwolfes klang noch tiefer als man sie von Isegrims normaler Form kannte. Es gab kaum Worte, um sie entsprechend zu beschreiben. Sie zeigte sich rau und kratzend und vermittelte dem Zuhörer dabei noch das Gefühl, ein Blitz hätte eingeschlagen und der Donner würde nun bedrohlich durch kahlen Lande fegen. Einfach alles an der bestialischen Verwandlung des Braunhaarigen war angsteinflößend und markerschütternd.
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   11/5/2016, 23:01

Theodora wollte zu gerne noch an Informationen über das erste Opfer des Unsterblichen herankommen, oder war er gar das zweite? Sie tat den Gedanken ab, der Bewusstlose musste ja schließlich ein Verbündeter von ihm sein, ansonsten hätten sie ihn ja nicht mit dem Unsterblichen alleine gelassen. Mhm glaubst du der Hexenmeister könnte den Mann schlicht und ergreifend vergessen haben? Schließlich schien er auch sonst leicht neben sich zu stehen. Red keinen Stuss, ich glaube kaum, dass er in dem Unsterblichen eine ernste Bedrohung für sich gesehen hat und jemand den man kurz zuvor verteidigt hat vergisst man ja auch nicht von der einen auf die andere Sekunde, völlig ausgeschlossen. Als sie plötzlich von dem Koloss vor ihr abrupt aus ihren Gedanken gerissen wurde :"Mir sind diese Feiglinge vollkommen egal. Ich habe Besseres zu tun, als mich mit solchen Jammerlappen zu beschäftigen."Die Stimme des Ungetüms donnerte bedrohlich durch die Gasse und obwohl das gesamte Äußere dieser Kreatur die Wildheit und Unberechenbarkeit seines Wesens wiederspiegelte, musste sich die Hexe ein schmunzeln verkneifen. Ein Jammerlappen, einer der vielleicht gefährlichsten aller Shibusen Anhänger? Selbstredend verabscheute sie Überheblichkeit, vor allem wenn diese auch noch ausgesprochen unangebracht war angesichts eines eindeutig übermächtigen Kontrahenten. Theodora wollte das Hündchen gerade auf seine unglaublich mutige Reaktion hinweisen, nachdem einer der Jammerlappen seine Seele offenbart hatte, entschied sich jedoch in weiser Voraussicht dagegen und sprach mit ruhiger Stimme. „Jammerlappen? Dann haben sie wahrscheinlich enormes Glück gehabt, dass sie eine feindselige Begegnung mit jemanden wie Ihnen überhaupt überlebt haben. Wirklich beeindruckend. Doch warum haben sie euren Weggefährten angegriffen? Er scheint mir nicht gerade viel kräftiger zu sein als die beiden anderen oder Irre ich mich da?“ Sie deutete mit einer flüchtigen Handbewegung in Richtung des bewusstlosen Mannes. Dann begann Theodora gemächlichen Schrittes auf den am Boden Liegenden zuzugehen und ihre Haare zurück zu werfen, um mit ihren Facettenauge bessere Rundumsicht zu haben, wobei sie einen kurzen Blick die Gasse entlang warf, damit sich niemand an sie heranschleichen konnte. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen, naja vielleicht bilde ich mir das nach dem harten Verhandlungen auch einfach nur ein, schließlich waren diese ja vor allem eins, ermüdend. Jaja du armes Geschöpf hast es ja auch unglaublich schwer, vor allem wenn man bedenkt, dass du alles was wirklich Arbeit macht deinen Bediensteten überlässt.
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   12/5/2016, 19:39

Jede noch so kleinste Bewegung, die die Fremde vollführte, verfolgte Isegrim mit aufmerksamen Blick. Obwohl er sich relativ sicher war, dass sein Gegenüber in einer neutralen Beobachterrolle fungierte, wollte er ihr - sofern er sich geirrt hatte und sie plötzlich doch von kämpferischer Natur war - nicht den Eröffnungsangriff gewähren. Angespannt fegte der Schweif des Werwolfes über den Boden und wirbelte so etwas Staub und Dreck auf. Beides verlor sich in der ohnehin schon verunreinigten Luft der düsteren Gasse spurlos. Als die Frau etwas von einem Weggefährten erzählte und auf den ohnmächtigen Mann deutete, hielt der Koloss kurz inne. Anschließend schrägte er das massige Haupt leicht, um seiner Gesprächspartnerin Unverständnis und Verwirrung zu übermitteln.
"Weggefährten? Wen meinen Sie? Den Kerl, der da am Boden liegt? Das ist mein Opfer", kam es vollkommen ehrlich aus der rauen Kehle der Bestie hervorgegrollt, wobei es jedoch ungemein schwierig war, irgendeinen Standpunkt in der bedrohlichen Stimme zu erkennen - so würde die Fremde nicht an der Tonlage erkennen können, ob Isegrim ihr wohlgesonnen war oder eben nicht, da er vorher jedoch jeden angegriffen hatte, der seine Straftat bemerkte und er ihn nun gegenüber so offenherzig davon sprach, konnte nur bedeuten, dass er sich in dieser Angelegenheit bei ihr in Sicherheit wog, der Werwolf schob seiner ersten Aussage noch eilig etwas nach, "ich habe momentan gar keinen Weggefährten."
Die Hexe, die ihn für eine halbe Ewigkeit begleitet hatte, war schon länger tot. Nach dem Ableben seiner Auftraggeberin hatte sich der Große zurückgezogen, um ein wenig abgeschottet von der Welt zu trainieren. Er wollte nicht noch einmal eine so gravierende Niederlage im Kampf mit der Shibusen erleben. Unruhig scharrte das Monstrum mit den eindrucksvollen Klauen an seinen Füßen über den steinernen Boden. Ein kratzendes, unangenehmes Geräusch entstand dabei. Da dem Werwolf Unklarheiten auf der Seele brannten, entschloss er sich kurzerhand dazu, die Frau auch mal etwas zu fragen, während er sie mit den eisblauen Seelenspiegeln fest im Blick behielt: "Sie haben keine Angst vor mir. Wer sind Sie? Oder besser, was sind Sie?"
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   15/5/2016, 20:02

Der Große schien auf Theodoras Frage nicht vorbereitet zu sein. Während der Unsterbliche kurz inne hielt, hatte Theodora den liegenden Pechvogel bereits erreicht. Sie ging dicht an ihm vorbei, wobei einige ihrer Haarsträhnen über den bewusstlosen Mann hinweg glitten, da diese ihr bis hinunter zu ihren Fußknöcheln fielen. Sie klemmte die Spitze eines ihrer schwarzen Latexhandschuhe zwischen Zeige und Mittelfinger der anderen Hand ein und streifte sich diesen mit einer eleganten Handbewegung ab. Auch wenn ihre eigenen Klauen bei weitem nicht so stark ausgeprägt waren wie bei ihrem Gesprächspartner, wirkten sie aufgrund ihres dunkelvioletten Farbtons und schlanker leicht gebogener Form mindestens ebenso bedrohlich. Die Hexe beugte sich langsam herunter zu dem am Boden liegenden Kerl und streckte ihre klauenbewehrte Hand nach seiner Kehle aus. "Weggefährten? Wen meinen Sie? Den Kerl, der da am Boden liegt? Das ist mein Opfer". Der Unsterbliche legte scheinbar verwirrt den Kopf zur Seite, aber der Hexe reichte diese Aussage bei weitem nicht um ihm seine Ausführung zu glauben, schließlich wusste sie, dass auch andere Kreaturen gute schauspielerische Fähigkeiten besitzen konnten. "ich habe momentan gar keinen Weggefährten." Fügte der Fleischberg hinzu. Der Zusatz ließ die Hexe selber kurz innehalten, da sie sich unsicher war ob der Unsterbliche implizierte früher einen gehabt zu haben, oder aber sich für die Zukunft vorgenommen hatte einen zu suchen. Es schien der Hexe aber zunächst ziemlich gleichgültig zu sein. Es würde sie selbst nur interessieren falls er zurzeit einen hat, welcher ihr gefährlich werden könnte. Sie legte dem Mann ihren Daumen direkt über seine Halsschlagader und fügte völlig emotionslos hinzu “Wenn das so ist“ Die Hexe spürte das fragile Leben durch seine Adern pulsieren, als sie ein Kratzen der Klauen des Großen hörte, wobei ihre Augen nach wie vor auf ihren Gesprächspartner gerichtet waren. Na also, da hast du dich wohl verraten mein kleiner. "Sie haben keine Angst vor mir. Wer sind Sie? Oder besser, was sind Sie?" Die Hexe ließ sich ihre Verwunderung nicht anmerken und antwortete trocken „Wenn es ohnehin besser ist ihnen zu erzählen was ich bin anstatt wer, werden sie auch nur eine der Antworten bekommen.“ Nach einigen Sekunden dramatischer Stille fügte sie genauso trocken hinzu “Ich bin eine Frau“ Annihilation stand nach dieser Aussage völlig neben sich und vergas glatt Aversion irgendeinen gehässigen Spruch reinzudrücken. „Eine Frau die sich seit Jahrhunderten solche Waschlappen mit Hilfe der Magie vom Leib hält. Ich hasse nämlich Spülhände.“ Sie deutete mit ihrer anderen Hand auf den immer noch bewusstlosen Mann Tja, dazu fällt mir jetzt auch nichts mehr ein … „So, da das geklärt ist hätte ich auch eine Frage an Sie. Da es offensichtlich ist „was“ sie sind würde ich sie lieber darum bitten mir ihren Namen zu nennen mein Lieber. Wie heißen sie?“ Theodora ließ ihre Daumen mit leicht kreisenden Bewegung über die Halsschlagader des Mannes gleiten, während sie auf eine Antwort ihres Gesprächspartners wartete.


Zuletzt von F.V. Theodora am 16/5/2016, 22:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   15/5/2016, 22:33

Als die Fremde plötzlich ihre Handschuhe abstreifte und lange, gefährliche Krallen offenbarte, legte der Werwolf die Ohren an und ging in eine Art Habachtstellung. Hatte er sich in der Neutralität der Frau geirrt? Doch im nächsten Moment strich sie dem ohnmächtigen Mann mit den Daumen über dessen Halsschlagader. Huh? Was wollte sie von dem Kerl? Die Lauscher der Bestie stellten sich nun wieder aufmerksam und abwartend auf. Der Koloss handelte jedoch nicht. Es war ihm schlichtweg egal, was die Unbekannte mit seinem Opfer anstellte. Das Geld hatte er dem Mann schließlich schon geraubt - auch wenn es nur wenig gewesen war. Auf Isegrims Frage, was die Beobachterin sei, antwortete diese trocken, dass sie eine Frau wäre. Bevor der Große irgendetwas dazu sagen konnte, fügte sie anbei, dass sie sich 'solche Waschlappen', mit einem Deut auf den Ohnmächtigen, mithilfe von Magie vom Leibe hielte. Was interessierte sie dieser Schwächling so? Der schaurige Werwolf legte den Kopf wieder leicht verwirrt schräg. Anschließend erkundigte sie sich nach dem Namen des Monstrums.
"Ich heiße Isegrim", brummte der verwandelte Mann da recht knapp, aber in jedem Fall ehrlich.
Die Bestie spielte mit dem Gedanken, die ängsteinflößende Form wieder zu verlassen. Allerdings tat er es nicht. Er hatte zwar das Gefühl, mit seinem Verdacht, dass sein Gegenüber eine neutrale Betrachterin war, richtig zu liegen, trotzdem war er noch etwas misstrauisch.
"Was haben Sie eigentlich mit dem Kerl da? Der hat eh' kein Geld mehr bei sich", entschloss sich Isegrim schließlich dazu, einfach laut auszusprechen, was ihm gerade in den Sinn kam.
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   16/5/2016, 22:14

Die Hexe musste feststellen, dass ihre Klauen am Hals des Ohmmächtigen, keinerlei nennenswerte Reaktion beim Unsterblichen ausgelöst haben und dieser scheinbar wirklich das Opfer des Monstrums sein musste. Warum haben sie ihn dann hier liegen gelassen? Der dunkle Magier hätte doch in der Lage sein müssen ihn zu retten. Theodora beschlich ein leiser Verdacht und nahm erfreut zur Kenntnis, dass ihr Gegenüber bereit war ihr seinen Namen zu verraten. Welch passender Name für einen Wolf, vielleicht solltest du dir die Haare demnächst rotbraun Färben, dass würde dir bestimmt auch stehen. Nicht für irgendwelche deiner Anspielungen. "Was haben Sie eigentlich mit dem Kerl da? Der hat eh' kein Geld mehr bei sich" Ernsthaft? Ein unsterblicher Dieb? Wie kann man nur … .  „Verstehe ich das richtig? Sie haben den Mann lediglich bewusstlos geschlagen um ihn seine 5 Mark 20 zu stehlen?“ Theodora war fassungslos, wie konnte jemand der unsterblich ist in der Welt der Menschen nicht ebenfalls unverschämt reich werden? Worüber sollte man in der heutigen Zeit an Einfluss gewinnen ohne es und was macht so eine Kreatur eigentlich den ganzen Tag über, wenn sie sich keine Reichtümer erarbeitet? Ganz ruhig, ganz ruhig. Das kann doch nur zu deinem Vorteil sein.Es zieht mich trotzdem runter, selbst wenn er nicht das hellste Streichholz im Lampengeschäft ist muss man doch nicht von einfachen Menschen Geld stehlen. Naja immerhin können wir fast mit Sicherheit ausschließen, dass der Bewusstlose ein Komplize von ihm ist und ihn vielleicht mit etwas Glück als Söldner einstellen. Unsinn, so einen kann ich nicht gebrauchen, seine Armut sagt doch schon alles über ihn aus. Ich brauche Hirn anstatt Muskeln. Annhilation fand sie könnte durchaus von Beiden mehr vertragen„Ich nehme an Sie würden diesen Mann dann einfach hier liegen lassen und mit ihrem neu erworben Reichtümern von dannen ziehen?“ Die Hexe wollte ihn erst einmal beschäftigt halten und dachte überhaupt nicht daran ihm irgendwelche unnötigen Informationen von ihren eigenen Vorhaben zu schildern.
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   17/5/2016, 00:47

Mittlerweile hatte Isegrim für sich den Entschluss gefasst, die Werwolfsform zu verlassen. Die Chance war einfach viel zu niedrig, dass ihn die Fremde angreifen würde, und somit gab es nahezu keinen Risikofaktor. Zudem glaubte er, dass es weitaus konversationsfördernder für die Unterhaltung wäre, wenn er seiner Gesprächspartnerin in menschlicher Gestalt gegenüber treten konnte. Einmal fuhr er sich mit der fleischfarbenen Zunge noch an den gefährlichen Reißzähnen entlang und eliminierte so etwas fließenden Speichel, ehe seine Seele wieder ihre Normalform annahm. Die schweren Klauen zogen sich zurück in die Finger- und Zehenkuppen, das graue Fell lichtete sich, ehe es sich komplett auflöste, so wie der Schweif. Die Schnauze schmälerte sich immer stärker, die Zähne schrumpften. Schließlich stand der muskulöse Braunhaarige in der finstren Gasse. Nichts war übrig geblieben von der bestialischen Form. Obwohl er auch als Mensch noch respekteinflößend genug aussah. Auch seine Kleidung war stets mit ihm mitgewachsen. Nur die Schuhe hatten etwas gelitten, da ihr Äußeres zwar mitwuchs, die wuchtigen Krallen sie allerdings dennoch vorn durchbohrt hatten. Das Gesich verziehend sah der Mann an sich hinab und betrachtete die Löcher, unterstützend dazu murmelte er: "Das sieht nach einem Schusterbesuch aus..."
Die Stimme Isegrims war immer noch tief und brummend. Dennoch klang sie im Vergleich zu seiner Werwolfsgestalt etwas angenehmer. Auch wenn sie immer noch rau, dafür aber weniger kratzig war. Bei den Worten seines Gegenübers huschte der Blick der eisblauen Iriden wieder nach oben und fixierte die Gestalt der Unbekannten. Nachdenklich strich sich der Riese mit der großen Hand über den starken Halsrücken: "Ich war für eine ganze Weile gezwungen worden, unterzutauchen... Viel zu lange. Natürlich habe ich jetzt kein Geld mehr... Und auf irgendeinem Weg muss ich mir ja wenigstens so wenig besorgen, dass ich weitermachen kann wie gehabt."
Die Finger langten kurz in eine seiner Manteltaschen. Scheinbar durchwühlten sie dort die schwache Ausbeute.
"Leider hatte der Kerl enttäuschend wenig dabei", murrte der Braunhaarige enttäuscht.
Als die Frau dann weitersprach, funkelte etwas Undefinierbares in den Seelenspiegeln des Koloss' auf. Er schnaubte laut aus.
"Mein Opfer kann ruhig hier verrecken. Es ist mir generell egal, was mit den Menschen passiert. Würde er hier sterben, ja, dann wäre das ein Beweis dafür, dass die Shibusen schon beim Beschützen eines einfachen Sterblichen versagt - hah!", starke Verachtung schwang in der tiefen Stimme Isegrims mit, als er von besagter Organisation sprach, er fügte sogar noch etwas hinzu, was das zuerst unkenntliche Aufblinken in seinen Augen als deutlichen Hass entpuppte, "glauben Sie mir... Ich würde nahezu alles tun, um diesen Scheißkerlen die Fresse zu polieren. Aber ich weiß auch, dass ich vorsichtig sein muss."
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   19/5/2016, 21:10

Isegrimm schien es für unnötig zu halten seine Werwolfsform weiterhin beizubehalten und so begannen die schrumpfenden Gliedmaßen des Ungetüms nach und nach eine menschliche Gestalt zu bilden. Theodora war es ziemlich Gleichgültig in welcher Form sich ihr Gegenüber zeigte, nahm es jedoch wohlwollend zur Kenntnis, dass Isegrimm anscheinend clever genug war um gar nicht erst zu versuchen sie selbst zu bestehlen. "Das sieht nach einem Schusterbesuch aus...“  Theodora sah sich die arg malträtierten Treter des Unsterblichen flüchtig an bemerkte trocken „Da kann ich ihnen nicht behilflich sein. Ich bevorzuge meine eigene Hausmarke“, mit einer fast unmerklich schnellen Bewegungen trat die Hexe einen ihrer Absätze in den Boden und ließ damit ein lautes metallisches summen durch die Gasse hallen. Zu Theodoras Verwunderung schien Isegrimm sich für die leichte Anschuldigung rechtfertigen zu wollen, jedoch vollkommen anders als erwartet tat er dies auf eine ruhige und durchaus glaubhafte Art und Weise. Ich glaube da habe ich mich ganz schön verschätzt. Er zeigt zivilisierte Umgangsformen und durchaus clevere Entscheidungen. Warum er diese jedoch nicht gegenüber den Anhängern der Shibusen gezeigt hatte, gilt es jedoch noch rauszufinden. Na also was hatte ich doch gerade gesagt? Wie du siehst würden wir viel schneller mit unseren Plänen vorankommen, wenn du doch nur häufiger auf mich hören würdest. Auf ihre nächste Frage reagierte der Unsterbliche jedoch mit einer Hassbekundung, die Antwort genug für sie war. Er schien die Shibusen eindeutig zu hassen und würde es begrüßen falls der Mann zu einem Beweis ihrer Inkompetenz werden würde. Theodora bemerkte wie der Bewusstlose langsam wieder zu sich kam und ihr verzweifelt versuchte seine Hände entgegenzustrecken. Die Hexe beugte sich erneut hinunter. Ausgezeichnetes Timing. Nach einem leisen Röcheln fragte er mit zitternder Stimme :“ Wer bist du? Hast du mich gerettet?“ Sie beugte sich noch weiter nach vorne, sodass er sowohl ihr künstliches als auch ihr natürliches Auge sehen konnte. Panische Angst war das Letzte, was sich im Gesicht des Mannes wiederspiegelte. Theodora streifte ein letztes Mal über seine Halsschlagader, diesmal jedoch mit der scharfen Klaue an ihrem Daumen. „Nein. Das habe ich nun wirklich nicht“. Sie erhob sich ohne auch nur den kleinsten Spritzer Blut an ihrer Kleidung zu offenbaren und wendete sich wieder vollständig ihrem Gesprächspartner zu als sei nichts geschehen. „Gestatten. Flavia Valeria Theodora“
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   27/5/2016, 18:59

Die flüchtige Bemerkung seines Gegenübers ließ den nicht gerade wohl betuchten Werwolf schon erahnen, dass die beiden nicht das gleiche Schicksal teilten - wer besaß schon seine eigene Hausmarke? Allein der Kleidungsstil der Fremden und ihre vornehme Art und Weise hatten bereits am Anfang des Aufeinandertreffen der beiden einen Verdacht in den Schädel des Riesen gepflanzt, der sich nun erst recht bestätigt fühlte. Isegrim zuckte nicht einmal mit der Wimper, als sein niedergeschlagenes Opfer plötzlich zu erwachen schien. Kein Wunder, er hatte ihn ja nicht getötet. Warum sollte es ihn also auch überraschen? Die Unbekannte widmete sich dem Mann, allerdings konnte der Braunhaarige nicht wirklich erkennen, was sie da trieb. Seine aufmerksamen Ohren lauschten jedoch fleißig und vernahmen ein paar der schwächlichen Wortfetzen. Anschließend erhob sich die neutrale Beobachterin wieder. Isegrims Opfer blieb liegen, regte sich nicht mehr. Man brauchte nur Eins und Eins zusammenzählen und wusste, dass sie sich des Kerls entledigt hatte. Die tiefrote Flüssigkeit, die im Halsbereich austrat und sich auf dem dreckigen Pflasterstein ergoss, bekräftigte jede vorhandene Ahnung nochmal. Emotionsregungen seitens des Koloss' im Bezug auf den Mord blieben, wie zu erwarten war, aus.
"Erfreut Sie kennenzulernen", sprach der Große, als sich die Unbekannte als Flavia Valeria Theodora vorstellte, und neigte das Haupt leicht zum Gruße, ehe er noch hinzufügte, "ziemlich beeindruckender Name."
Selbst sein ursprünglicher Name könnte sich mit dem seiner Gesprächspartnerin nicht messen. Bei dem Gedanken fuhr sich Isegrim kurz nachdenklich um das Kinn. Puh, er war eigentlich froh darüber, dass ihm die Hexe Amelia damals in Isegrim umbenannt hatte.
"Und... Darf man fragen, was Sie nun machen werden?", fragte der blasse Mann schließlich nach kurzer Zeit.
Es interessierte ihn schon irgendwie, was Theodora vorhatte. Immerhin war sie kein normaler Mensch, fürchtete grausige, unsterbliche Werwölfe nicht, hatte scheinbar ausreichend Geld und das Gesetz im Bezug auf Straftaten schien ihr auch egal. Was so eine Frau wohl für Pläne und Ziele hatte?
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   29/6/2016, 21:44

Der Unsterbliche behielt seine höfliche und zivilisierte Haltung bei, was Theodora zwar äußerst recht war, jedoch von dieser auch als durchaus verdächtig wahrgenommen wurde. Man kann es dir aber auch nicht recht machen Mädchen.  Greift man dich an gefällt es dir nicht, ist man ungehobelt gefällt es dir nicht und wenn man sich höflich verhält hörst du wieder in dem Husten der Regenwürmer die wildesten  Verschwörungstheorien. Du bist einfach nur P.A.R.A.N.O.I.D. Und lebendig. Wie bitte, was? Na lebendig, nicht tot halt. …… Das ist etwas was ich definitiv nicht von mir behaupten könnte, wenn ich auf deine suizidalen Einschätzungen über Personen hören würde. Und noch etwas. Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind. Annhiliation musste sich widerwillig eingestehen, dass dieser Vorwurf mehr als berechtigt wahr und beschloss sich vorerst ruhig zu verhalten. Theodora widmete sich wesentlich lieber wieder ihrem Gegenüber, als eine lange Liste von Personen zu erstellen, welche von Annihilation falsch eingeschätzt worden waren und versucht hatten sie zu töten. Sie fing zu ihrer Freude prompt ein Kompliment zu ihrem Namen auf, welches sich selbstredend in ihrer Mimik keinesfalls wieder spiegelte. „Von ziemlich beeindruckenden Eltern gegeben“, fügte sie hinzu, es brauchte ja schließlich keiner zu wissen wer für ihren Namen tatsächlich verantwortlich war. Wie die Hexe missmutig feststellte traf, das sogar im doppelten Sinne zu. "Und... Darf man fragen, was Sie nun machen werden?" Eine solch direkte Frage hatte die großgewachsene Hexe nicht erwartet gehabt, leicht verwirrt ob Isegrim tatsächlich eine ehrliche Antwort von ihr erwarten würde, oder mit der Frage etwas anderes bezwecken wollte, verstrich eine ganze Weile ehe die Hexe eine Antwort parat hatte. Im scheinbar gleichgültigen Tonfall gab sie diese daraufhin  „Die Shibusen vernichten selbstverständlich“, nach einen kurzen Augenblick führte sie ihren trockenen Kommentar fort “Ehrlicher Weise beschäftige ich hauptsächlich mit der Planung eines solchen Unterfangens, welches aller Voraussicht nach in ca. 1200-3400 Jahren abgeschlossen sein wird, je nachdem wie die Wetterlage gerade ist.“ Keine direkte Lüge, auch wenn sie eigentlich andere Ziele dringender verwirklichen wollte, so war die Shibusen bei allen anderen ihrer Vorhaben ein erheblicher Störfaktor. Theodora konnte nur spekulieren über die Motive des Mannes, schien sich aber relativ sicher sein, dass es sich entweder um eine Falle, oder ein geschäftliches Anliegen handeln müsste. Die respektvolle Art mit einer Hexe umzugehen müsste eher etwas mit der gemeinsamen Bedrohung durch die seelenstehlenden Rasselbanden zu tun haben, als mit echter Wertschätzung.
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   18/7/2016, 16:58

Flavia Valeria Theodora meinte, ihr Name wäre ihr von ziemlich beeindruckenden Eltern gegeben worden, was den Werwolf wieder für einen Moment nachdenken ließ. Nein, in seiner Familie besaßen alle Mitglieder recht kurze Namen. Der Riese mochte zwar seinen ursprünglichen Namen nicht, doch diese Abneigung entstand nicht wegen der Kürze von eben diesem. Isegrim überlegte kurz. Wann seine Familie ihn wohl wieder aufnahm? Nun, wahrscheinlich nicht zum jetztigen Zeitpunkt. Aber nach ein paar tausend Jahren würden sie ihm schon seine Jugenddummheit verziehen haben - ganz bestimmt. Theodora schien etwas mehr Zeit zu benötigen, um auf die nächste Frage des Koloss' zu antworten. Der Braunhaarige sah keinen Grund, sie zur Schnelligkeit zu drängen und so schwieg er einfach und ließ die Gedanken etwas schweifen. Die Frau antwortete schließlich, dass sie die Shibusen zerstören würde. Schlagartig wurde der Werwolf hellhöriger als ohnehin schon. Deutliches Interesse ließ sich nun auch in dem Gesicht des Mannes ablesen. Dieser Fakt war ihm allerdings nicht unangenehm, sondern viel eher egal. Theodoras nachgestellter Erklärung lauschte er aufmerksam.
"Kann ich mit Ihnen zusammenarbeiten?", platzte es da fast schon aus dem großen Kerl heraus.
Im nächsten Moment überlegte Isegrim, ob er der Frau vielleicht noch einen Grund liefern sollte, warum. Er kratzte sich kurz an der Wange und räusperte sich leise.
"Ich meine, wir haben das gleiche Ziel. Und Sie sind doch eine Hexe, oder? Ich habe früher lange Zeit über mit einer Hexe zusammengearbeitet", versuchte der Werwolf, sein Anliegen mit der gewohnten tiefen Stimme zu begründen.
Auch legte er mit seinen Worten seine Vermutung im Bezug auf Theodora offen. Dem Braunhaarigen war zwar bewusst, dass er sich irren konnte, aber selbst wenn befürchtete er nicht, dass es viel in eine negative Richtung rücken würde. Man konnte ihm ja schlecht einen solchen Gedankengang, wenn er falsch war, übel nehmen.
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   21/7/2016, 22:39

An Theodoras Einschätzung schien zumindest teilweise etwas dran zu sein. Der Unsterbliche zeigte nämlich sehr großes Interesse an ihren Worten und bot direkt an bei ihrem vermeintlichen Vorhaben behilflich sein zu können. Während Theodora mit einer grazilen Bewegung ihren Latexhandschuh wieder in Position gebracht hatte, nahm sich die Hexe die Zeit Isegrim mithilfe ihrer tausend Facettenaugen ausgiebig zu mustern. Hmm, so ganz unrecht hattest du ja nicht gehabt. Etwas mehr Muskeln könnte ich durchaus gebrauchen, zumindest solange er sich vorher bei mir bewährt hat wäre es definitiv einen Versuch wert ihn für meine Pläne arbeiten zu lassen. Du bist aber dennoch skeptisch nehme ich an. Selbstredend, erstaunlicherweise weniger mit seinen Absichten als vielmehr mit seiner Person an sich. ??? Unsterbliche lassen sich einfach unglaublich schwer dauerhaft zum Schweigen bringen. Andererseits würde mir auch niemand anderes einfallen der über die nötige übermenschliche Kraft verfügt und für mich dennoch relativ ungefährlich wäre. Mit einem kurzen kratzen der Wange und einen räuspern begann sich der Herr zu erklären "Ich meine, wir haben das gleiche Ziel. Und Sie sind doch eine Hexe, oder? Ich habe früher lange Zeit über mit einer Hexe zusammengearbeitet" „Darf man fragen wer diese Hexe ist? Sie müssen wissen, dass ich viele meiner Schwestern recht gut einschätzen kann. Falls sie also eine ist die ich bereits zu schätzen weiß wäre dies für die zukünftige Zusammenarbeit bestimmt alles andere als schädlich. Aber zunächst einmal genug mit dem Smalltalk, wie bereits erwähnt bin ich ja eigentlich geschäftlich hier. Welche Fähigkeiten und Güter könnten sie denn in einer kooperativen Partnerschaft einbringen, welche uns helfen den alten Mann das Fürchten zu lehren? Magie? Ausbildungen? Kämpfer? Okay ich sehe ein, das mit Kapital sollten wir dann wohl besser mir überlassen, aber ich bin jedoch zuversichtlich, dass sie im Nahkampf sicher bestens gewappnet sind und es mit den ‚Meistern‘ der Shibusen aufnehmen können. Oder Irre ich mich da?“ Theodora hübschte selbstverständlich die Wahrheit an einigen Stellen deutlich auf, was von ihren natürlichen, scheinbar eingefrorenen Gesichtszügen jedoch bestens kaschiert wurde. Die Aussage warf bei ihr einige neue Bedenken auf, sie entschied sich jedoch erst einmal mitzuspielen, um mehr über ihr Gegenüber in Erfahrung zu bringen. Geschäftsfrau wie sie ist versuchte sich nichts desto trotz in eine günstige Verhandlungsposition zu begeben. Mit einer anderen Hexe zusammengearbeitet? Vielleicht sogar von dieser aufgezogen? Das würde auf jeden Fall die Einstellung zur Shibusen erklären. Die wichtigste Frage wird jedoch sein ob er wegen der Shibusen, oder durch diese Hexe gezwungen war unterzutauchen. Obwohl da wären sogar noch andere Gründe denkbar. Naja bei seinem legendären Pokerface finde ich das wohl schon früh genug heraus.

Edited: 23.07.2016 23:30
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Isegrim



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BeitragThema: Re: - Frankreich -   21/8/2016, 20:41

Da Flavia Valeria Theodora dem Werwolf erstmal nicht widersprach, als er sie eine Hexe nannte, konnte sich dieser wohl ziemlich sicher sein, dass er richtig gelegen hatte. Die Frau nahm sich genügend Zeit, um ihm eine Antwort zu geben. Isegrim sah keinen Grund, sie zu hetzen oder Etwaiges, immerhin war er derjenige, der gefragt hatte. Schließlich erkundigte sich sein Gegenüber nach den Namen der Hexe, mit der er zusammen gearbeitet hatte. Die Fremde wollte wissen, ob sie die Person kannte.
"Ihr Name war Amelia", antwortete Isegrim recht zeitnah und nüchtern, und implizierte damit bereits, dass die besagte Hexe nicht mehr am Leben teilnahm.
Anschließend erfragte Flavia seine Fähigkeiten und merkte schon an, dass er sicherlich gut im Nahkampf war. Isegrim konnte daraufhin nur leicht nicken: "Ich bin auf den Nahkampf spezialisiert, da haben Sie recht. An Kraft mangelt es mir in beiden Formen nicht, ich schätze, ich kann genug austeilen und einstecken zugleich. Zudem besitze ich eine Fähigkeit, die es mir erlaubt, die Arbeit mancher meiner Organe zu verdoppeln."
Ganz ungeschönt legte der Werwolf seiner Gesprächspartnerin dar, wie er sich selbst einschätzte. Zudem machte er ebenfalls keinen Hehl um seine Fähigkeit, die ihm im Falle eines Kampfes sicherlich noch einen gewissen Vorteil bedingt durch den Überraschungseffekt geboten hätte.

((OUT: Entschuldige bitte, dass der Post jetzt schon wieder so lange auf sich hat warten lassen. Und dann ist er auch noch so kurz und langweilig. :/ ))
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F.V. Theodora

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BeitragThema: Re: - Frankreich -   28/10/2016, 18:20

Theodora war überrascht wie überaus geduldig und überlegt ihr Gegenüber reagierte, da sie bisher lediglich mit den Gefangenen Mabaas und einigen vereinzelten, extrem eingebildeten Unsterblichen gesprochen hatte. Die Hexe gestand sich ein, dass das temperamentvolle, tierische Verhalten wahrscheinlich doch nicht so stark ausgeprägt ist, wie der Zerstörungstrieb in ihrer eigenen Rasse. Selbstverständlich verlor die Schwarzhaarige dennoch keinen Gedanken ihre Verteidigung außer Acht zu lassen und warf einen prüfenden Blick die Gasse entlang. "Ihr Name war Amelia" Zurückhaltend, beobachtend analytisch, kurzangebunden, wissenschaftlicher Natur,  war mir seit der Geschichte mit Hekate aus den Weg gegangen, relativ klug, zwar nicht berüchtigt für ihre Zauberkräfte, wäre im Kampf vermutlich trotzdem eine ernstzunehmende Kontrahentin gewesen. Wenngleich Theodora alles andere als Mitgefühl empfand, so fühlte sich der laue Wind in der Gasse für sie trotzallem deutlich kälter an. Nicht nur, dass schon wieder ein ehrenvolles Mitglied des Zirkels gestorben war, sondern vielmehr weil es diesmal eine erwischt hatte, welche Theodoras eigenem Wesen und Kräften so frappierend ähnelte. Ich könnte die Nächste sein… Vielleicht ist es an der Zeit einen Gang hochzufahren. Vorsichtig zu sein allein wird nicht reichen um die Shibusen zu zerschlagen. Selbst wenn es dein Leben heute und morgen rettet, so werden dich die Tode deiner Schwestern immer angreifbarer machen und wie du siehst trifft es leider nicht immer diejenigen, von denen du es dir wünschen würdest. Exakt dieselben Argumente wie vor hundert Jahren, dir schient scheinbar sämtliche Kreativität zu fehlen, dennoch muss ich so langsam zustimmen, aber auch nur weil es zurzeit wirklich düster aussieht. Mabaas  Geistesschärfe scheint in letzter Zeit ebenfalls zu schwinden… Es ist wie es ist. Leider. Vielleicht ist es an der Zeit das Übel an der Wurzel zu packen. Es kann einfach nicht mehr genug sein Meister, die nach Belieben austauschbar sind, zu töten. Der Plan der ihr im Kopf schwebte wäre nichts für den Hexenzirkel, sie würden ihn ohnehin für undurchführbar halten und erst unterstützen, wenn sie bereits etwas Brauchbares erreicht hätte. Das war ihr jedoch egal. Solange sie nicht für die Ausführung verantwortlich war und aus dem verborgenen agieren konnte, drohte ihr schließlich kaum Gefahr. Wer sollte denn auch ahnen, dass irgendjemand besessen genug sein könnte etwas Derartiges zu versuchen. Naja, effizienter ginge es nun  wahrlich nicht, ob es möglich ist wird sich dann wohl noch zeigen müssen. Nachdem Isegrim mit seinen Erklärungen geendet hatte, war ihr klar, dass er ein durchaus bemerkenswertes Forschungsobjekt abgeben würde. Mit einer Hand vor ihrer Brust verkündete sie „Joma Joma Dabarasa… Hexen verzeihen niemals, den Mord an einer ihrer Schwestern. Die Shibusen nicht wahr? Falls du nach Geld und Vergeltung suchst hätte ich da etwas für dich.“  Sie ließ einige Momente vergehen, bevor sie ohne eine Miene zu verziehen einen kleinen Gegenstand aus einer gut versteckten Tasche ihres Kleides zog. Die glatte und leicht spiegelnde Oberfläche zusammen mit der kurvigen, eleganten Form ließen beinahe den Schluss zu, dass das Case extra für die Hexe selbst angefertigt worden war. Es handelte sich um ein aufklappbares Handy. „Ich hoffe, dass du zusätzlich auch noch fangen kannst.“ Mit einer schwungvollen Bewegung warf die Hexe Isegrimm das Handy zu. Während dieser noch mit dem besagten Fangen beschäftigt war, blickte sie bereits nach einigen akrobatischen Schritten von den Dächern der Gebäude auf ihn herab. „Ich werde dich abholen. Sei bereit“ , sprach sie und fuhr sich ein letztes Mal durch ihre Haare, bevor sie von den Dächern verdeckt ihre Tierform annahm und sich in die Lüfte erhob.

Wien:
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